Musiktherapie

Musik begleitet den Menschen schon seit der Zeit, als er noch in Höhlen hauste. Bereits in der Antike wurde Musik zu therapeutischen Zwecken eingesetzt, was sich in verschiedenen Formen und Stilen durch die Jahrhunderte hindurch bis heute fortgesetzt hat. Natürlich gibt es in der heutigen Musiktherapie die unterschiedlichsten Theorien und Sichtweisen.
Eingesetzt werden kann Musiktherapie für Patienten jeden Alters und Geschlechts. Behandelt werden somatische, psychische sowie psychosomatische als auch psychiatrische Störungen. Die Behandlung kann präventiv oder kurativ bzw. zur Rehabilitation und Nachsorge erfolgen. Zu den Einsatzgebieten der Musiktherapie gehören Depressionen, Ess- oder Angststörungen, Suchterkrankungen, das Borderline-Syndrom und Somatisierungsstörungen.
Im Kindes- und Jugendalter erweitert sich das Gebiet auf Entwicklungsstörungen, Aufmerksamkeitsdefizitstörungen, Störungen im Sozialverhalten, Ängsten und depressiven Beeinträchtigungen. Weitere Felder bieten noch die Sonder- und Heilpädagogik, gerade bei schwer oder mehrfach behinderten Kindern sowie Erwachsenen und Frühgeborenen. Zur Rehabilitation wird Musiktherapie unter anderem im Bereich Wachkomma, Schlaganfall, Multiple Sklerose und Morbus Parkinson eingesetzt. Aber auch in der Altenpflege und Gerontopsychiatrie findet die Musiktherapie ihre Berechtigung. In allen Bereichen verfolgt Musiktherapie jedoch das gleiche Ziel, nämlich die Förderung, Erhaltung und Wiederherstellung der körperlichen, geistigen und seelischen Gesundheit des Patienten.
Musiktherapie kann als Einzeltherapie oder in der Gruppe stattfinden, jeweils angepasst an die Bedürfnisse der Patienten. Zudem wird zwischen aktiver und rezeptiver Musiktherapie unterschieden. Bei der aktiven Musiktherapie spielt der Patient selbst auf einem Instrument, wobei es nicht auf Virtuosität ankommt, sondern auf das aktive Gestalten. Die rezeptive Musiktherapie hingegen setzt auf den passiven Genuss der Musik, die entweder vom Therapeuten direkt oder über Medien gespielt wird.
