Aromatherapie

Schriftliche Überlieferungen belegen, dass schon seit 5000 vor Christus mit Düften heilend gearbeitet wurde. Sowohl in Indien als auch dem alten Ägypten und anderen Hochkulturen, spielten Essenzen und Öle in der Heilkunde eine Rolle.

Aromatherapie

Die moderne Form der Aromatherapie entwickelte sich seit den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, als der französische Chemiker Gattefossé auf die Heilwirkung ätherischer Öle hinwies.
Aromaöle sind ätherische Pflanzenöle, die aus Früchten, Blüten, Blättern, Wurzeln, Samen oder auch Zweigen von Pflanzen gewonnen werden. Deren Wirkung soll durch die ausströmenden Düfte erfolgen, indem diese über das Riechzentrum und Gehirn eine Linderung von Befindlichkeitsstörungen oder Krankheiten bewirken.

Während gesicherte Daten zur medizinischen Wirksamkeit der Aromatherapie kaum vorliegen, ist eine beruhigende oder anregende, eine die Konzentration steigernde oder die Stimmung hebende und eine desinfizierende oder die Atemwege befreiende Wirkung, sicher unbestritten.
Natürlich wirken immer nur Düfte von ganz bestimmten Ölen in bestimmter Weise, wie zum Beispiel Teebaumöl stark keimtötend, Rosmarinöl anregend, Thujaöl Husten lindernd oder Lavendelblütenöl schlaffördernd. Dazu sei an dieser Stelle angemerkt, dass nur echte Pflanzenöle für den Einsatz in der Aromatherapie geeignet sind, wogegen die synthetisch gefertigten Duftöle meist anders oder gar nicht wirken.

Grundsätzlich ist eine innere Anwendung der Öle nicht zu empfehlen. Ihre Wirkung entfalten sie am besten über Duftlampen, Dampfbäder, durch Aufgüsse in der Sauna, durch Inhalation oder auch bei Massagen. Dabei sollte immer nach dem Grundsatz verfahren werden, die Aromatherapie als Zusatzmaßnahme zur medizinischen Behandlung, zur Verbesserung der Lebensqualität einzusetzen.
Aus Büchern , dem Internet oder Empfehlungen von Ärzten kann sich heute jeder Interessierte Anregungen für die Anwendung der Aromatherapie holen. Dabei müssen einige Grundregeln, wie der richtig dosierte und zeitlich begrenzte Einsatz, die Qualität der Öle oder auch das Ansprechen auf Duftstoff-Allergien beachtet werden. Nur so lassen sich unerwünschte Nebenwirkungen vermeiden.

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