Ayurveda - Entstehung & Anwendung
Obwohl in der westlichen Welt die Heilmethode Ayurveda noch nicht so lange im Gespräch ist und Anwendung findet, reicht die Geschichte von Ayurveda bis 3000 Jahre vor unserer Zeitrechnung. Der Ursprung liegt in Indien und Tibet. Hier wurden Möglichkeiten zur vorbeugenden Vorsorge in der Gesundheit von weisen Männern aufgeschrieben. Die ersten Upaveden enthielten ein für die damalige Zeit allumfassendes medizinisches Wissen zur Behandlung diverser Krankheiten. Ein Teil der in diesen Schriften beschriebenen Substanzen wurde dann zu einem späteren Zeitpunkt in die ayurvedischen Lehren übernommen.

In diesen Schriften gibt es bereits Hinweise darauf, das die möglichen Ursachen von Krankheiten aufgrund der Einheit von Körper, Geist und Seele im körperlichen oder im seelischen Bereich des Menschen liegen können, dass deshalb beide zusammen behandelt werden müssen. Das begründet die Ganzheitlichkeit des Ayurveda.
In Indien war die Hochzeit des Ayurveda zwischen 700 v. Chr. und 1000 n. Chr. Später wurde Ayurveda durch andere Heilverfahren abgelöst und im 18. Jahrhundert durch westliche Medizin der britischen Besatzer ersetzt. Mit Erreichen der Unabhängigkeit 1947 wurde Ayurveda neu entdeckt, der indische Arzt M. Nadkami entwickelte eine Sammlung von mehr als 2000 Kräutern und Mischungen, die heute die Grundlage des Ayurveda bilden. Seit dieser Zeit wird Ayurveda in Indien wieder als Volksmedizin angewendet und hat auch nach und nach den Einzug in die westliche Welt angetreten. Die Lehren wurden von Maharishi Mahesh Yogi übersetzt und bilden die Grundlage für Ayurveda Behandlungen in Deutschland.
Das Ayurveda besteht aus acht Fachrichtungen, der Heilkunde im Alter, der Kinder und Frauenheilkunde, die innere Medizin, die Chirurgie, die HNO Heilkunde, die Psychologie und die Toxikologie. Mithilfe von Ayurveda wird dem menschlichen Körper der Anstoß gegeben sich selbst zu heilen, dabei wird dem Körper Unterstützung gegeben, dass er dann von selbst in sein Gleichgewicht zurückfindet.
Zu den wichtigsten Behandlungsbereichen zählen die Ernährung, Musik- und Farbtherapien, Massagen, Meditationen und Atemübungen. Dabei werden Heilpflanzen, Mineralien und Metalle eingesetzt. Ayurveda lässt allerdings moderne medizinische Erkenntnisse nicht unberücksichtigt. Manchmal muss operiert werden, bevor im Anschluss wieder Ayurveda angewendet werden kann. Im Ayurveda wird zwischen ausgleichenden gesundheitlichen Maßnahmen den Shamana (Ölmassagen, Dampfbäder oder Stirngüsse) und ausleitenden Maßnahmen den Shodana (Einläufe, Aderlasse, Schwitzkuren) unterschieden.
